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Emotionale Führung des Zuschauers im Film und Serie: The secret of connecting

Kosten

295,00€

Datum

TBA

Uhrzeit

TBA

Ort

Dozent:in

Bartosz Werner

Kursbeschreibung

Im Vordergrund dieses Seminars steht die emotionale Führung des Zuschauers im Film und Serie und somit das Handwerk, wie man als Filmemacher*in den Zuschauer an die filmische Fiktion bindet.

Denn leider gelingt es Filmemachern nicht immer, mit ihrem Werk die beabsichtigten Emotionen beim Zuschauer hervorzurufen. Auch wenn Schauspieler*innen ihre Gefühle ehrlich meinen und die Filmemacher*innen diese cineastisch brillant umsetzen, bleibt häufig eine Diskrepanz zwischen den auf der Leinwand gezeigten Emotionen und denen des Zuschauers, der nicht mitgenommen wird und so ein gleichgültiger Beobachter bleibt. Die Ursachen liegen in der Nichtbeachtung einiger Regeln bei der emotionalen Führung des Zuschauers, die sich jedoch die alten Regiemeister und Oskar prämierten Autorenfilmer bewusst waren. Einer davon war der Autor und Regisseur Krzysztof Kieslowski, der nicht für die Trilogie der „Drei Farben: Blau /Weiß / Rot“ verantwortlich war, sondern auch für die 10-teilige Mini-Serie „Dekalog“. Der Regisseur und Autor Krzysztof Kieslowski versteht es sowohl handwerklich als auch dramaturgisch meisterlich, Empfindungen, Emotionen und Illusionen beim Zuschauer hervorzurufen.

Lernziele:

Die Teilnehmer*innen lernen bei der gemeinsamen Analyse des Films „Drei Farben: Blau“ wie man Figuren geschickt einführt und somit nicht nur kameratechnisch, sondern auch dramaturgisch die Figuren „markiert“, damit der Zuschauer sich direkt mit ihnen emotional „verbinden“ kann. Gleichzeitig, um die bestmögliche Verbindung zwischen den Figuren und dem Zuschauer herzustellen, sind Aussparungen, Verhüllungen, Normübertretungen der Figuren, notwendig. Dabei ist die Einhaltung der richtigen Distanz mit der Kamera stets miteinzubeziehen.

Aufbauend auf dem Film von Krzysztof Kieslowski werden im Seminar weitere Film- und Serienbeispiele, die sich ähnlicher Techniken bedienen, besprochen, wie zum Beispiel Gran Torino, Room, Notting Hill, Heat, Dirty Dancing, Hangover und in Serien wie Glow, Manhunt: Unabomber, Good Wife, Monk, Haus des Geldes, Downtown Abby und andere.

Es werden auch ausgewählte Kurzfilme, Musikvideos und Spots hinzugezogen. So werden wir analysieren, wie man durch Dramaturgie, Schnitt und Kameraführung die richtige Distanz wahrt, damit der Zuschauer innerhalb der Handlung seine eigene Auffassung von Authentizität und seine eigene Wahrheit entdecken kann, damit er sich die filmische Erzählung auch zum wiederholten Male anschauen will.

Weiterführenden Themen im Seminar „Emotionale Führung des Zuschauers im Film und Serie“, Informations- und Emotionsverteilung, visueller und dramaturgischer Vorbau von Gefühlsentladungen wie Wut, Zorn, Trauer und Weinen, Markierung der Helden & Heldinnen, dramaturgisches und visuelles Vorshadowing, Auftritte und Abgänge der Figuren, Figureneinführung durch Normübertritte, die unbewusste Kraft der Nebenfiguren, perfekte Szenenübergänge aus der Sicht der Figur, ohne Musik, Blickführung im Bild und Schnitt, über Blicke verbinden,

mystische Subjektivierung, Kontrastwechsel, Distanz & Nähe. Die „Naht-Einstellungen“ (Metaphorische Spiegelungen & Verdichtungen). Visuelle System-Dramaturgie, Spannungsaufbau durch die System-Dramaturgie, die 5 Phasen des Wandels, visuelles Storytelling und die Macht der Fiktion.

Danke für Ihre Anmeldung!
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