Dokumentarische Horizonte/ Nov 2010
Orientierung für Seiteneinsteiger und junge Profis.
20.11. / 21.11.2010
Dozent Trevor Peters
Ort Brecht-Haus Berlin
Gebühr 2 Tage 220,- €
Der Dokumentarfilm ist eine Kunstform, die per Definition ständig an ihre eigenen Grenzen stößt. Es geht bei ihr darum, filmisch zu denken, ohne zu inszenieren.
Der Dokumentarfilm soll emotionell und gedanklich anregend sein, zugleich aber auf seine Glaubwürdigkeit achten.
Anhand von zahlreichen Filmbeispielen werden die vielseitigen Möglichkeiten des dokumentarischen Arbeitens aufgezeigt. Je nach Filmstoff entscheidet man sich für eine jeweils andere dokumentarische Herangehensweise. Was soll gedreht werden: Eine Beobachtung, eine Erzählung, eine Dokumentation, ein Porträt, eine Reportage, ein Bericht, ein Essay oder vielleicht etwas ganz anders? Die praktische Konsequenzen für Recherche, Dreh, Montage und Endfertigung - der Herstellungsablauf - werden detailliert erläutert. Klassische Streitpunkte des dokumentarischen Schaffens wie:
- Die Würde des Menschen vor der Kamera
- Die Beziehung des Filmemachers zu seinen Protagonisten
- Die Grenzen des filmisch Machbaren
- Die Rechte, die gesichert werden müssen
werden offen gelegt und fließen in die Erläuterung mit ein.
Schließlich die vielleicht wichtigste Frage: Wie kommt man als Dokumentarfilmer zu seinem Filmstoff? Dazu liefert Trevor Peters Fallbeispiele und die Teilnehmer sind aufgefordert, eigene Ideen für Filmstoffe mit in die Diskussion zu bringen.
Außerdem bietet Trevor Peters Coaching für Dokumentarfilmprojekte an.
Termin und Umfang werden vereinbart.
Das Seminar findet auch am 14./15. Mai 2011 in Hamburg statt.
T r e v o r P e t e r s ist Autor und Regisseur u.a. »Tanz mit der Zeit« 2007, »Der Zeit ein Gesicht geben« 2005, »Der Rosinenberg« 1995, »Das Capitol« 1992, »Der zweite Abschied« 1980, »Altenwerder« 1978/1987/1998. Ehemals Redakteur des BBC-TV, London, Co-Leiter des FilmKunstFestes, Schwerin, Gastprofessor an der Bauhaus Universität Weimar.
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